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Don Carlos Heritage
Heritage Don Carlos
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EIN ARCHITEKTURWETTBEWERB WIRD AUSGERUFEN

Einer der ersten Architekturwettbewerbe Spaniens. Ziel war die Errichtung eines Luxushotels in Marbella, im Gebiet Las Chapas. Das Projekt sollte auf dem Anwesen Coto de los Dolores entstehen, einem 16.000 m² großen Grundstück, auf dem sich bereits ein Hotel befand. Dieses genügte jedoch nicht den Ambitionen des Projektträgers, der bereits vereinbart hatte, das zukünftige Gebäude an die Hotelkette Hilton zu verpachten.

Schließlich wurden die Architekten José María Santos Rein und Alberto López Palanco ausgewählt, um das Projekt umzusetzen und an die Anforderungen der amerikanischen Hotelmarke anzupassen.

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EIN TURM, DER ZU SCHWEBEN SCHEINT

Am 12. Juni 1967 begann der Bau eines Gebäudes, das die Skyline Marbellas nachhaltig prägen sollte: ein moderner, vertikaler Turm auf fünf Betonstützen, entworfen als nahezu schwebende Struktur.

Mit seinen 14 Geschossen aus Sichtbeton spiegelte der Turm den Einfluss von Le Corbusier und seiner Unité d’Habitation wider und griff zugleich Elemente des Brutalismus und der damaligen Ferienarchitektur auf. Nach amerikanischem Vorbild wurde weder Keramik noch Ziegel verwendet. Der Beton wurde sogar in die USA geschickt, um seine Übereinstimmung mit den Hilton-Standards zu prüfen. Selbst Schalter und Sanitäranlagen mussten denjenigen anderer Hotels der Kette entsprechen.

Heritage Don Carlos
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DIE GEBURT DES HOTEL DON CARLOS

Die Eröffnung des Hotels war eines der bedeutendsten gesellschaftlichen Ereignisse an der Costa del Sol. Conrad Hilton, Gründer von Hilton Hotels, reiste eigens aus den Vereinigten Staaten an, um an der Zeremonie teilzunehmen. Es war die letzte Hoteleröffnung, die er persönlich besuchte, bevor er sich aus dem öffentlichen Leben zurückzog.

Während seines Aufenthalts hob er das Wachstumspotenzial Marbellas hervor und bezeichnete das Marbella Hilton als Beispiel für eine „moderne, auf Luxus ausgerichtete Gastfreundschaft“.

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EIN POOL DIREKT AM MEER

Der bolivianische Architekt Melvin Villarroel erhielt den Auftrag, den Beach Club des Don Carlos zu gestalten. Als prägende Figur der für Marbella typischen Ästhetik spezialisierte er sich auf Freizeitanlagen, die eng mit dem Meer und der andalusischen Identität verbunden sind.

Mit seinem großzügigen zentralen Pool und den als lichtdurchflutete Höhlen konzipierten Innenräumen lud der Beach Club zu Entspannung, Begegnungen und dem Ritual eines Martinis ein.

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DER BEACH CLUB, DER ALLES VERÄNDERTE

Schon kurz nach seiner Eröffnung brach der Beach Club mit allen Konventionen: Reservierungen waren nicht möglich, und seine Liegen wurden schnell zum begehrten Statussymbol. Am Abend verwandelte sich der Ort in eine Bühne für private Feste mit internationalen Gästen wie Sean Connery, Dolph Lundgren oder Christopher Lambert.

Das Don Carlos war zudem Vorreiter in Marbella, als es erstmals ein Buffetkonzept in einem Beach Club einführte und damit das mediterrane Freizeiterlebnis zwischen Palmen, Sonnenliegen und Meerblick neu definierte.

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HEIMAT DER WTA

Das Don Carlos war schon immer eng mit dem Tennissport verbunden. Mit zunächst nur zwei Sandplätzen entwickelte sich das Hotel zum Austragungsort der WTA (Women's Tennis Association) – eine Initiative von Billie Jean King, die sich für die Anerkennung des Damentennis einsetzte.

Tennislegenden wie Martina Navratilova, Chris Evert und Steffi Graf spielten hier und prägten ein bedeutendes Kapitel der Tennisgeschichte.

Im Laufe der Jahre wurde die Anlage erweitert und umfasst heute sieben Sandplätze sowie zwei Padel-Courts. Daraus entstand das heutige Rafa Nadal Tennis Center, das erste Sportzentrum Spaniens, das auf der von Rafa Nadal entwickelten Trainingsmethodik basiert.

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DIE GOLDENE ÄRA DES DON CARLOS

Auf dem Gelände des Beach Clubs eröffnet die legendäre Diskothek Oh Marbella – der Treffpunkt der internationalen Jet-Set-Gesellschaft während der glamourösesten Jahre der Stadt. Bei ihren legendären Themenpartys waren Persönlichkeiten wie Prince, Alejandro Sanz, Demis Roussos, Miguel de la Quadra-Salcedo, Laura Valenzuela, Luis del Olmo, Joan Manuel Serrat oder Roman Polanski zu Gast.

Einer der ikonischsten Momente ereignete sich am 18. Juli 1991, als Jaime de Mora y Aragón seinen 66. Geburtstag mit mehr als 500 Gästen feierte. Historische Aufnahmen zeigen unter anderem Alfonso de Hohenlohe, Manolo Santana, Margit Ohlson, Adnan Khashoggi, Scheich Mohamed Ashmawi, Gunilla von Bismarck, Miguel Boyer, Isabel Preysler sowie die koreanische Opernsängerin Kimera, die ein besonderes Happy Birthday darbot.

Wie die Zeitung El País berichtete, standen an diesem Abend „nicht weniger als 31 Rolls-Royce vor dem Eingang“.

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DIE BEACH-CLUB-KULTUR LEBT WEITER

Jack Penrod, Gründer von Nikki Beach, vereinbart die Eröffnung eines Beach Clubs direkt an der Küste des Don Carlos, wo er bis heute beheimatet ist. Das Projekt wurde sofort ein Erfolg und gilt als wegweisender Schritt in der Entwicklung der internationalen Beach-Club-Kultur.

Es markierte den Beginn einer neuen Ära, der zahlreiche weitere Strandclubs folgen sollten.

Der Erfolg basierte auf einer einfachen, aber wirkungsvollen Formel: stilvolles Design, international inspirierte Küche, frisch zubereitetes Sushi, Musik renommierter DJs und Live-Entertainment – alles direkt am Meer.

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EIN NEUER BLICK AUF EINE IKONE

Nach einer umfassenden Renovierung beginnt für dieses Symbol mediterranen Lebensgefühls ein neues Kapitel. Unter der kreativen Leitung des renommierten Designers Jaime Beriestain wurde das Don Carlos neu interpretiert und behutsam in die Gegenwart geführt.

Eine exotisch inspirierte Welt entfaltet sich in den Räumen des Hotels – geprägt von Pfauen, blühenden Gärten und Anspielungen auf den traditionellen andalusischen Mantón. Handwerkskunst spielt dabei eine zentrale Rolle. Von Hand gefertigte florale Motive verwandeln sich in großformatige Wandbilder, die Tradition mit einer zeitgenössischen Ästhetik verbinden.

Die Neugestaltung schöpft ihre Inspiration aus der mediterranen Landschaft und ihrem einzigartigen Licht. Wellen, Horizonte und üppige Vegetation treffen auf Einflüsse des 17. Jahrhunderts, die italienische Dolce Vita und Pariser Brasserien. Stoffe in Grün-, Korallen- und Gelbtönen schaffen ein harmonisches Gleichgewicht zwischen arabischem Erbe und moderner Eleganz. Licht, Handwerkskunst und die Liebe zum Detail prägen die neue Identität dieser Ikone Marbellas.

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